Werner Mauss in der Internationalen Presse  

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Mauss zufrieden Friedensmission wurde anerkannt

Wochenspiegel   27.05.1998 
Mario Zender   
 
Entscheidung rechtskräftig / 58jähriger will auch in Zukunft, wenn gewünscht, im Friedensprozess vermitteln / Einstellungsverfügung liegt WOCHENSPIEGEL vor


Kreis. „Mit diesem Urteil werden meine Frau und ich vollkommen rehabilitiert. Der positive Beschluß wurde damit begründet, dass unsere Tätigkeit in Abstimmung mit dem Kanzleramt, ausschließlich der Suche nach einem Frieden in Kolumbien galt“, erklärte Werner Mauss in Bogota. Deutschlands bekanntester Geheimagent (58) aus dem Hunsrück, ist spürbar erleichtert. Nur wenige Stunden zuvor hatte die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft die Entscheidung verkündet, in der die komplette Aufhebung aller Klagepunkte gegen Mauss und dessen Ehefrau Ida (37) verfügt wurde.

Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig und keine andere Dienststelle oder Staatsanwaltschaft kann gegen die Verfügung Einspruch erheben. In dem Beschluß der Generalstaatsanwaltschaft wird die Einstellung der Ermittlungen gegen Werner Mauss (mit vier verschiedenen Namen aufgeführt, die er rechtmäßig führte) sowie seiner Frau angeordnet, das Ausreiseverbot aufgehoben und die Rückgabe der beschlagnahmten Gegenstände angeordnet. Mauss erhielt sein Satelliten-Telefon, vier Handys, ein mobiles Faxgerät, einen Laptop sowie Landeswährung und US-Dollar zurück.

Bei dem Geld handelt es sich um „Sicherheitsgeld“, das er und seine Frau, „zum Schutz vor möglichen Krisen“, ständig am Körper tragen. „Stellen sie sich vor, bei einer unserer gefährlichen Operationen wäre irgendetwas passiert und wir hätten getrennt aus der Krisenregion ausreisen müssen. Da braucht man so ein Sicherheitspolster.“ Mauss betont im Gespräch, dass die Frau eines pensionierten BASF-Managers nicht von der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) entführt worden sei, sondern von „gemeinen Kriminellen“. Diese Aussage bestätigt nun auch die Generalstaatsanwaltschaft. Der Agent selbst stellte sich als Opfer einer Intrige eines ausländischen Sicherheitsunternehmens dar.

Dieses Unternehmen habe eine Gebühr für das Aushandeln eines Lösegeldes einstreichen wollen und sei spezialisiert auf den Abschluß von Versicherungen gegen Entführungen, sagte Mauss. Den Namen des Unternehmens nannte er nicht. Nach Angaben kolumbianischer Ermittler handelt es sich dabei um die Londoner Firma „Control Risks“, die mit Schönes Entführern verhandelte und Mauss beschuldigte, das Lösegeld in die Höhe zu treiben. Der Hunsrücker hatte es schließlich aber geschafft, die Geisel freizubekommen und das ohne die Zahlung von Lösegeld. Dies sei, so der Agent, im Rahmen der Friedensmission und durch die Mithilfe der ELN möglich gewesen, die die Befreiung vermittelte. Mauss betont, er und seine Frau hätten für das Erreichen eines Waffenstillstandes unter Lebensgefahr gearbeitet. In diesem Zusammenhang habe er Europäer aus den Händen der ELN befreit.

Voraussetzung für Friedensgespräche unter dem Schirm der Bundesregierung und der katholischen Kirche, geplant für den 16. Dezember 1996 in Bonn, sei die Freilassung aller Europäer in den Händen der Rebellen gewesen, führte er aus. Diese Verhandlungen von Mauss seien mit seiner Festnahme beendet worden. Mauss: „Ich bin ein ziviler Mitarbeiter und Berater der deutschen Regierung und deutscher Dienststellen seit fast 30 Jahren“. Und diese Tätigkeit wollen der 58jährige und seine 21 Jahre jüngere Ehefrau Ida auch in Zukunft ausüben. „Ich will mich auch weiterhin für den Frieden in Kolumbien einsetzen“, sagt Mauss. Ob dies stattfindet, liege, so der Agent , an Kolumbien.

Ein gutes Omen für den 58jährigen: Die Generalstaatsanwaltschaft hat in der Einstellungsverfügung die Bemühungen des Bonner Kanzleramtes und dessen Beauftragten Mauss als Friedensmission voll anerkannt. Für Mauss und Ehefrau Ida eine Motivation für die Zukunft, wie der 58jährige betont!

Mit freundlicher Genehmigung des Wochenspiegel SW Verlages www.wochenspiegellive.de

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