Werner Mauss in der Internationalen Presse  

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Berliner Zeitung

16.07.1998

Erste Schritte zum Frieden in Kolumbien


Guerillas und Politiker unterzeichnen Abkommen
 

Die Berichterstattung dieses Artikels basiert auf der Nachrichtenlage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.


Am 20. Mai 1998 wurde das Ehepaar Mauss in allen Anklagepunkten von der kolumbianischen Justiz rechtskräftig frei gesprochen.


Nach 18-monatigen Ermittlungen durch den Fiscal General de la Nación und den Procurador General - Staatsanwalt

u. a. gegen Behördenkriminalität - wurde richterlich festgestellt, dass das Ehepaar zu keinem Zeitpunkt während seiner Einsätze bzw. Aufenthalte seit 1984 in Kolumbien gegen das nationale Recht verstoßen hat.

Laut Urteil war die Inhaftierung und die neunmonatige Untersuchungshaft ab November 1996 rechtswidrig. Wie festgestellt, basierte sie auf der Grundlage von Intrigen der Firma Control Risks und der kolumbianischen Polizeibehörde - Gaula Medellin - welche nach Festnahme Strafgefangene manipulierte und zu Falschaussagen gegen das Ehepaar genötigt hatte. Diese gefälschten Beweismittel wurden später richtig gestellt und zurück gezogen. Auszug aus freisprechendem Urteil [Link]

Von 1995 bis zur Festnahme 1996 führte das Ehepaar Mauss eine Friedensmission im Einvernehmen mit dem deutschen Kanzleramt durch.


Die Bundesregierung bestätigte dies in einer Regierungserklärung Anfang 1997, die sie zusammen mit einer Verbalnote (Nota No.:022/97) ausgestellt am 25. Januar 1997 durch den deutschen Botschafter in Bogotá der kolumbianischen Regierung, dem Fiscal General de la Nación und dem Generalstaatsanwalt von Antioquia übergeben ließ.


Siehe auch Brief vom 22. Mai 2001 an westliche Regierung, geschrieben vom damaligen Staatsminister im Bundeskanzleramt und Koordinator der deutschen Nachrichtendienste,
Herrn Bernd Schmidbauer, MdB,
[Link]
sowie:

Anerkennungsschreiben vom 22. November 2005 an Werner Mauss, des zur fraglichen Zeit amtierenden kolumbianischen Staatspräsidenten Ernesto Samper[Link]

 



WÜRZBURG/MAINZ, 15. Juli. Vertreter der kolumbianischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und Repräsentanten der "Nationalen Befreiungsarmee" (ELN) haben in Mainz ein Abkommen unterzeichnet, das einen umfassenden Friedensprozeß in dem seit 34 Jahren vom Bürgerkrieg erschütterten Land einleiten soll.

Das fünfseitige Abkommen, das am Mittwoch nach viertägigen Verhandlungen vorgestellt wurde, sieht auch die Einberufung eines Nationalkonvents vor, der Vorschläge für eine umfassende Befriedung und Demokratisierung der kolumbianischen Gesellschaft erarbeiten soll.

Die ELN sagte zu, künftig keine Minderjährigen, Schwangeren und Menschen über 65 Jahre zu entführen. Zu einer sofortigen Niederlegung der Waffen war das ELN aber nicht bereit. Als Bedingung für den Verzicht auf Entführungen verlangt die Guerilla, daß die rechtsgerichteten Paramilitärs in Kolumbien auch ihre gewaltsamen Aktionen einstellten. Die rechtsextremen Vereinigten Selbstverteidigungskräfte (AUC) erklärten unterdessen in Kolumbien ihre Bereitschaft, Friedensgespräche zu beginnen. In einem Brief an den künftigen kolumbianischen Präsidenten Andres Pastrana legten sie einen Zwölf-Punkte-Plan vor.

Kolumbiens amtierender Präsident Ernesto Samper hat das in Deutschland ausgehandelte Abkommen mit ELN als "revolutionär" bezeichnet. Der Präsident des kolumbianischen Unternehmerverbandes, Sabas Petrelt, sagte: "Dies sind erste Schritte hin zu einem Friedensabkommen mit dem ELN. " Er erklärte, der Nationalkonvent solle vom 12. Oktober an tagen. Zu den Beratungen des Konvents soll auch die größte kolumbianische Guerillaorganisation, die Farc, eingeladen werden.

Die Gespräche hatten seit Sonntag im Würzburger Karmeliterkloster Himmelspforten unter Schirmherrschaft der deutschen und der kolumbianischen Bischofskonferenz stattgefunden. Als Vermittler trat auch der deutsche Privatagent Werner Mauss auf.


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